Stockholm Halbmarathon

Stockholm Halbmarathon

Wir schreiben den Freitag, 10.September 2010.

Treffpunkt 08:45 Uhr, Bahnstrasse 43 in Parndorf bei Sigi. Es ist eine Reise zum Halbmarathon nach Stockholm geplant.
Sigi, Günther, Roswitha, Franz, Tino, Leo und ich fahren mit 2 Autos zum Flughafen nach Schwechat. 
Wie vorher geplant, zwecks einheitlichen Auftretens, allesamt in den einheitlich orange-schwarzen Trainingsjacken.

Um 09:20 Uhr am Flughafen angekommen, warteten wir zuerst auf die übrigen 4 Läuferkollegen, Manfred + Freundin+Kollege 
und Andreas, die aus Wien direkt anreisten. Allesamt komplett versuchten wir mittels Automat selbstständig ohne Personal
einzuchecken. Plötzlich eine Schrecksekunde: Franz hatte beim Flughafentransfer im Auto von Christina seinen Reisepass 
liegenlassen. Er war Ihm aus der offenen Jackentasche herausgerutscht. Christina fuhr zu dieser Zeit schon wieder auf 
der A4 bei Bruck/L West und musste somit nochmals umkehren um den fehlenden Pass nachzubringen. Sobald dies geschafft 
war konnten wir unser Gepäck beim Flughafen-Check-In abgeben. 

Um 11:05 begann das Boarding für unseren Flug, also hatten wir noch ein wenig Zeit um uns in einem kleinen Cafe auf den 
knapp 2-stündigen Flug vorzubereiten. Sigis mitgebrachte Schwedenbomben eigneten sich dazu vorzüglich.

 

Die Stimmung war ausgezeichnet, das spricht für die gute Kameradschaft untereinander. Also konnte einer tollen Reise nicht mehr im Wege stehen. Nach dem Boarding stiegen wir in den Flughafenbus, der uns zu unserem Flieger, den Airbus A319 brachte. Wie richtige Stars betraten wir das Flugzeug, die Stewardessen starrten voller Bewunderung auf unser tolles orangenes, einheitliches Outfit. Es war schon ein eigenes stolzes Gefühl, so geschlossen und einheitlich als Team aufzutreten. 

Endlich hatten wir unsere Plätze eingenommen, kurz danach gab der Kapitän auch schon Schub. Der Flug verlief recht entspannend ohne große Höhepunkte, und nach 1:50 Stunden landeten wir auch schon in Stockholm, Arlanda Airport. Das Gepäck war ruckzuck da, danach galt es vom Flughafen ins Hotel zu kommen. Was sich aufgrund der fremden Sprache und der Ortsunkenntnis als relativ schwierig erwies. Da unser Hotel „Nacka“ am anderen Ende der Stadt lag, mussten wir den Airportbus nehmen um dorthin zu gelangen. Gute 35 Minuten lang chauffierte er uns quer durch die Stadt, bis ins Zentrum der Stadt, wo wir uns dann eine 72 std Fahrkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel kauften, um dann mit der U-Bahn, bzw Bus an unser Ziel zu kommen. Es erwies sich als sehr schwierig und sehr nervenaufreibend die richtigen Öffis zu finden. 

Endlich im Hotel „Nacka“ eingetroffen wurde eingecheckt und die Zimmern bezogen. Tino und Leo beschlossen noch, sich die Startnummer zu holen. Die anderen zogen es vor, sich im Zimmer gemütlich zu machen. Durch die Reisestrapazen wollten sowieso alle nur noch ins Bett. 

Der Wettkampftag war gekommen. Um halb 8 Uhr war Treffpunkt im Frühstücksraum zum gemeinsamen Frühstück. Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet versetze uns in Staunen, es gab wirklich fast alles, angefangen vom Schinken, Käse, Cornflakes, Obst und Gemüse bis hin zu Eierspeis und Toast und Brot. 

Nach dem Frühstück mussten alle außer Tino und Leo die Startnummer holen, was wir natürlich auch gemeinsam machten. Die Startnummernausgabe war im Freien, nicht wie gewöhnlich in einer Messe in einem Gebäude. Die Startnummern waren sehr schön gestaltet, mit Vor-und Nachnamen und auch mit der Nationalflagge. Zahlreiche Aussteller präsentierten ihre Produkte und gaben teilweise auch Kostproben. Das Wetter schien ideal zu werden für unseren Wettkampf. Ca 15 Grad und fast Windstille ist besser als Regen und Wind. Nach einem leichten Mittagessen in einem Einkaufszentrum, wo alle Nudeln aßen, ging es dann heimwärts in Richtung Hotel um noch ein bisschen zu relaxen und sich für den Lauf vorzubereiten. Um 14 Uhr begaben wir uns dann gemeinsam in Richtung Start. Es schien sogar noch schöner zu werden, der Himmel zeigte sich von seiner besten Seite. Generell hatten wir bis dahin viel Wetterglück, normalerweise sind die Temperaturen um diese Jahreszeit in Stockholm weitaus niedriger. Nach kollektivem Aufwärmen gingen wir in Richtung Start. Wir wünschten uns gegenseitig alles Gute, dann stellten wir uns in die jeweiligen Startblöcke. Das gesamte Starterfeld war in Blöcke eingeteilt, die in einem Startintervall von 5 Minuten losgeschickt wurden. 

STARTSCHUSS!! Es lief von Anfang an ganz gut für mich und ich hatte schnell mein Tempo gefunden. Doch die Strecke war von Beginn an sehr schwer. Man lief immer wieder bergauf und bergab, sehr schwierig um einen vernünftigen Rhythmus zu finden. Ich sah sehr schnell, dass mein Ziel die 1:30 Std zu knacken immer weiter davonging. Die Strecke war sehr schwer, aber auch sehr schön. Am Ende kam ich mit einer Zeit von 1:35:06 ins Ziel. Ich griff nach der ersehnten Erinnerungsmedaille und war total erledigt. Alle Läufer des 1. Laufclub Parndorf erreichten das Ziel. Eine tolle Sache!! Wir konnten allesamt beachtliche Ergebnisse erzielen. 

Damit war der Tag mehr oder weniger gelaufen, für das Abendessen wählten wir einen Italiener mitten in der Altstadt, von dem es dann schön langsam zurück ins Hotel ging. 

 

Ein toller Tag ging also zu Ende. 

Der Nachwettkampftag war gekommen, unser Sightseeingtag. Schließlich wollten wir ja auch Impressionen von Stockholm mit nach Hause nehmen. Das Wetter war nicht mehr so toll wie noch am Tag davor, immer wieder begann es leicht zu nieseln und der Himmel trübte sich. Wir entschlossen uns, 2 Schleifen mit dem Sightseeingbus zu machen und dann mit dem Sightseeingboot. Es war sehr sehenswert, der erste Bus für den Norden und Osten der Stadt ab, der zweite Bus den Süden. Doch das Boot war dann noch die Draufgabe. Von dort aus konnte man die besten Fotos schießen. Wir stiegen dann an einer Anlegestelle aus, und siehe da: Es gab ein Strassenfest mit Musik und Tanz und kleinen Märkten. Weiters durfte man Militärschiffe und Personenschiffe bis ins untere Deck besichtigen. Danach war es an der Zeit einige Souvenirs zu kaufen. Wir besichtigten noch ein wenig die Stadt und dann zerteilte sich die Gruppe. Manche gingen heim aufs Zimmer, andere wiederum schauten sich im Pub ein Fußballspiel an. 

Eine tolle Stockholmreise ging zu Ende. Im strömenden Regen ging es am Montag in Richtung Flughafen. Um 14:45 Uhr hoben wir wieder in Richtung Heimat ab um nach 2 Stunden wieder in Wien-Schwechat zu landen. 

Michael Berdenich